Hünenberg See – für eine massvolle Entwicklung
Gemeindeumfrage - Ihre Stimme zählt
Die Ortsplanungsrevision wurde mit 55.9% Nein-Stimmen klar abgelehnt – trotzdem will der Gemeinderat nun mit einer neuen, von uns allen finanzierten gfs-Umfrage herauszufinden, „warum“.
Dabei liegt die Antwort längst auf dem Tisch: Zentrale Anliegen der Bevölkerung wurden ignoriert.
- Die geplante Aufzonung im Seegebiet war zu massiv – Sie widerspricht dem in den Workshops versprochenen Giesskannenprinzip einer gleichmässigen, moderaten Entwicklung.
- Wir fordern den Erhalt bestehender Bauzonen – Eine massvolle Verdichtung nach innen – wie sie in anderen Wohnzonen bereits vorgesehen ist, erhöht die bauliche Dichte um rund 20%, ganz ohne Aufzonungen.
- Wir brauchen eine ganzheitliche Planung – Keine Ausgrenzung zentraler Orte wie des Zythus-Areals. Die Bevölkerung will Klarheit – wie hoch darf gebaut werden? Welche Vorgaben gelten für neue Eigentümer? Die im Raumentwicklungskonzet festgehaltene moderate Geschossigkeit muss konkretisiert und verbindlich gemacht werden.
Wer glaubt, man können mit kosmetischen Änderungen dieselbe Vorlage wieder einführen, verkennt den demokratischen Auftrag. Sagen Sie erneut klar und deutlich, warum Sie NEIN gesagt haben – und was sich ändern muss.
Nehmen Sie unbedingt an der Umfrage teil! Sie haben von der Gemeinde einen Brief erhalten mit einem persönlichen Zutrittscode. Damit können Sie an der Umfrage mit folgendem Link teilnehmen.
Behutsame Verdichtung statt Verstädterung und massive Aufzonungen
Was Hünenberg See heute ausmacht, droht unwiderruflich verloren zu gehen.
- Bis zu 6-stöckige Gebäude entstehen inmitten bestehender Quartierstrukturen
- Willkürliche Aufzonungen führen zu einer Ungleichbehandlung
- Aufzonungen ermöglichen eine Verdoppelung der Einwohnerzahl in Hünenberg See
- Jahrelange Bau- und Lärmbelastung vorprogrammiert
«Vergünstigter» Wohnraum bleibt unerschwinglich
Die geplanten Massnahmen treiben die Preisspirale weiter an, zu Lasten der Einwohner und insbesondere von Durchschnittsverdienern und Familien.
- Eine aggressive Aufzonung stoppt die Standortqualität für finanzkräftige Neuzuzüger nicht.
- Gewinnorientierte Immobilienentwickler treiben das Preisniveau weiter in die Höhe.
- Bisher erschwinglicher Wohnraum geht verloren.
- Auch sogenannter «vergünstigter» Wohnraum orientiert sich an hohen Marktpreisen – und bleibt damit teuer und privilegierten Kreisen vorbehalten.
Verantwortungsvolle Planung statt drohendem Verkehrschaos
Bei den aktuellen Planungen wird übersehen, dass das Bahnnetz bereits heute an seine Grenzen stösst. Die Ortsplanung propagiert
hohes Wachstum entlang bestehender Bahninfrastruktur und leitet motorisierten Verkehr über Quartierstrassen zur Umfahrungsstrasse
Cham / Hünenberg (UCH).
- Mit dem Ausbau des Zimmerbergtunnels II und des Luzerner Durchgangsbahnhofs wird die Schieneninfrastruktur an ihre Kapazitätsgrenze stossen.
- Hünenberg See erhält keinen Vorrang im Bahnverkehr – Interregio-Züge haben weiterhin Priorität, Pendler werden über Rotkreuz und
Zug geleitet. - Die Interessensvertretung pro Bahn Schweiz sieht die Zukunft der Stadtbahn mit Haltestellen in Zythus und Chämleten als akut gefährdet an.
- Aufgrund dieser fehlgeleiteten Planungen wird der motorisierte Verkehr massiv ansteigen.
Die Ortsplanungsrevision ist unvollständig
Wichtige Elemente der Ortsplanung werden bewusst ausgeklammert und in spätere Teilrevisionen verschoben – so wird den Stimmberechtigten die Chance verwehrt, umfassend über die Zukunft ihrer Gemeinde zu entscheiden.
- Zu den ausgeklammerten Gebieten gehören mehrere Ortsteile – darunter die Einführung von Weilerzonen, die Zollweid, die Reussuferzone, das Arbeitsgebiet Moosmatt sowie die Umzonung des Zythus-Areals.
- Trotz Planung bleibt der künftige Standort des Ökihofs
unbestimmt. - Das Zythus-Areal, obwohl als Zentrumszone definiert, wird aus der Planung ausgeklammert. Dadurch geht der Überblick über das Gesamtbild verloren. Dennoch wird in der Bauordnung
bezüglich Zythus bereits von Städtebau und hoher Dichte
gesprochen.